Archive for the ‘Höflichkeit’ Category

Hundescheißelieferservice

10. März 2014

Recht originell wehrt sich dieser Plakatschreiber gegen die Zumutungen der Hundehalter. Kaum verhohlen und wenig passiv ist dabei aber seine Aggressivität, aber wer will es ihm verdenken?

VordieHaustuer

Übrigens: Der Begriff „stinkig“ ist hier schön mehrdeutig…

Forschung für’n Arsch

5. Februar 2014

„Das ist aus der Toilette des Max-Planck-Instituts … da, wo sie Fruchtfliegen genmanipulieren“, schreibt unsere aufmerksame Einsenderin. „Das verdeutlicht die Internationalität des Problems!“ Und ergänzend fügt sie hinzu: „Das Schreiben des Zettels war durchaus berechtigt, im schnieken MPI aber irgendwie lustig. Weil da alles so modern und hochklassig aussieht, aber auch Nobelpreisträgerinnen offensichtlich, ähm, kacken.“

Und das offensichtlich ohne Rücksicht auf die Nachkommenden. Aber eine Karriere in der Forschung scheint, was man so hört, eh eher vom Ellenbogen als von Erkenntnissen abzuhängen, allen höflichen Formulierungen zum Trotz…

useoftoiletbrush

 

Von der gelebten Unselbständigkeit im Web 2.0

15. November 2013

„Manchmal“, so schreibt unser Einsender, „weiß man nicht, warum manche Menschen überhaupt auf Facebook sind, und wird selber ganz passiv-aggressiv. Leider darf man dann nie, wie man will.“

Wir geben kurz den Kontext, daß es sich hierbei um die persönliche Nachricht auf eine Einladung handelt, eine Filmseite zu „liken“, wie sie täglich millionenfach abgeschickt werden. Und sehen uns vor so vielen offenen Fragen angesichts dieser PN. Wieso fühlt sich die Person persönlich so angesprochen, daß sie persönlich zurückschreibt? Und wieso treibt sich jemand, der offenbar Google nicht kennt bzw. nichtmal aus eigener Kraft ein Suchprogramm benutzen kann, auf Facebook herum? Oder steckt dahinter einfach nur der perfide Drang, mal schön passiv-aggressiv pädagogisch zu sein?

Und außerdem: Die Höflichkeit gebietet eine Anrede.

trailer

Ein kleiner Tip am Rande vielleicht: Man kann Einladungen, Dinge zu liken, auch einfach ignorieren.

Die Komplexität des Spülvorganges

13. November 2013

Die Hintergrundgeschichte dieser schönen Mitteilung „aufm Juristenklo“ kennt unser Einsender leider nicht, aber sie erschließt sich irgendwie dann doch von selbst und bedarf eigentlich keiner weiteren Worte, nicht einmal mehr über die fehlende Zeichensetzung.

„Wobei ich“, so unser Einsender, „die Hervorhebung des Wortes ‚drücken‘ im Klokontext außerordentlich gelungen finde.“ Und „[a]ußerdem finde ich die Überleitung zur Erklärung des Aktes des Spülens, welche durch die Worte ‚oder einfach gesagt‘ bezeichnet ist, etwas irreführend. Denn meines Erachtens ist ‚Spülen‘ ein so alltäglicher Vorgang, der auch im allgemeinen Sprachgebrauch verankert ist, sodass er eigentlich keiner weiteren Erklärung bedarf. Dennoch empfinde ich hier den Gebrauch des rhetorischen Stilmittels der Periphrase als unangebracht und durch die oben genannte Überleitung als passiv aggressiv.“

Da spricht ein wahrer Fachmann, dem ist nichts hinzuzufügen. „Außer … Ich hab halt nicht gespült.“

Bitte_spuelen(Bitte spülen oder einfach gesagt lange Kopf DRÜCKEN)

Second-Hand-Läden sind keine Müllkippen

9. März 2012

Ganz offenbar verwechseln manche KundInnen den feinen Laden mit seinem Qualitätssortiment an gebrauchter Kleidung mit einer Möglichkeit, seinen abgetragenen Kram loszuwerden und dafür auch noch Geld zu kassieren.

Wir sagen: Weiter so, liebe Ladenbesitzer!

Absage

23. Januar 2012

„Sehr geehrter Doktor Schreck“, schreibt unsere heutige Einsenderin per Mail, „anbei ein kleiner Schriftwechsel, der sich so heute zugetragen hat und der, wie ich finde, schön auf Deinen Passiv-Aggressivblog passt!“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Hier also die Absage:

Und die Antwort darauf:

Rücksichtslos

12. Dezember 2011

Dieses schöne Stück passiv-aggressiver Textkunst fand unser Einsender an seinem super korrekt abgestellten Busle: „Wir fanden den Zettel an unserem super korrekt abgestellten Busle im Juni 2011 auf einem Parkplatz im Bayerischen Wald. Allerdings war die Parkordnung nicht für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere solche niedrigerer Intelligenzstufen, lückenlos durchschaubar, das muss ich zugeben.“

Ich würde ja zu gern auch die Parkordnung sehen…

Besonders schön finde ich die irgendwie antiquierte Formulierung „Rücksichtsloser Mensch“, ist man doch heutzutage eher an Begriffe wie „Arschloch“ oder „Idiot“ gewöhnt. Chapeau dem oder der SchreiberIn!

Nicht zu verkaufen

28. Oktober 2011

„Gute Neuigkeiten zum Aufwachen und ein erster Lacher auf dem Weg zur Arbeit. Sollte ein guter Tag werden“, schreibt unser Einsender zu diesem Fundstück. Und in der Tat ist das Oszillieren zwischen fast kindlicher Heiterkeit und vielfältigen fiesen Drohungen, verquickt mit wohlfeilen Formulierungen und juristischer Sachkenntnis, mehr als gelungen, da müssen wir dem Autobesitzer gratulieren.

Und er ist nicht allein

Parkplatz und Behinderung

16. Oktober 2011

Gut, in Ordnung, ich kann verstehen, daß es eine Person mit besonderen Bedürfnissen ärgert, wenn man ihr ihren Parkplatz direkt vor der Apotheke wegnimmt, das gehört sich einfach nicht. Es ist aber auch schlechter Stil, liebe Stadtverwaltung, gleich derart mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, impliziert doch dieses Schild den zumindest angedeuteten Wunsch, der Übeltäter möge bei Übeltat körperlich versehrt werden. Und außerdem klingt das nach beleidigter Leberwurst.

In der Tat der allerletzte Aufruf

19. Oktober 2010

Sicherlich steht die hinter dieser personalisierten Werbemail für zielgruppengerechte Marketingartikel steckende Firma für Qualität, Innovation und Verläßlichkeit. Aber deswegen muß man seine Kunden ja nicht gleich wie beim Bund oder bei der GEZ behandeln, findet unsere Einsenderin, die auf das Angebot nicht zurückgreifen wird.