Archive for November 2013

Von der gelebten Unselbständigkeit im Web 2.0

15. November 2013

„Manchmal“, so schreibt unser Einsender, „weiß man nicht, warum manche Menschen überhaupt auf Facebook sind, und wird selber ganz passiv-aggressiv. Leider darf man dann nie, wie man will.“

Wir geben kurz den Kontext, daß es sich hierbei um die persönliche Nachricht auf eine Einladung handelt, eine Filmseite zu „liken“, wie sie täglich millionenfach abgeschickt werden. Und sehen uns vor so vielen offenen Fragen angesichts dieser PN. Wieso fühlt sich die Person persönlich so angesprochen, daß sie persönlich zurückschreibt? Und wieso treibt sich jemand, der offenbar Google nicht kennt bzw. nichtmal aus eigener Kraft ein Suchprogramm benutzen kann, auf Facebook herum? Oder steckt dahinter einfach nur der perfide Drang, mal schön passiv-aggressiv pädagogisch zu sein?

Und außerdem: Die Höflichkeit gebietet eine Anrede.

trailer

Ein kleiner Tip am Rande vielleicht: Man kann Einladungen, Dinge zu liken, auch einfach ignorieren.

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Die Komplexität des Spülvorganges

13. November 2013

Die Hintergrundgeschichte dieser schönen Mitteilung „aufm Juristenklo“ kennt unser Einsender leider nicht, aber sie erschließt sich irgendwie dann doch von selbst und bedarf eigentlich keiner weiteren Worte, nicht einmal mehr über die fehlende Zeichensetzung.

„Wobei ich“, so unser Einsender, „die Hervorhebung des Wortes ‚drücken‘ im Klokontext außerordentlich gelungen finde.“ Und „[a]ußerdem finde ich die Überleitung zur Erklärung des Aktes des Spülens, welche durch die Worte ‚oder einfach gesagt‘ bezeichnet ist, etwas irreführend. Denn meines Erachtens ist ‚Spülen‘ ein so alltäglicher Vorgang, der auch im allgemeinen Sprachgebrauch verankert ist, sodass er eigentlich keiner weiteren Erklärung bedarf. Dennoch empfinde ich hier den Gebrauch des rhetorischen Stilmittels der Periphrase als unangebracht und durch die oben genannte Überleitung als passiv aggressiv.“

Da spricht ein wahrer Fachmann, dem ist nichts hinzuzufügen. „Außer … Ich hab halt nicht gespült.“

Bitte_spuelen(Bitte spülen oder einfach gesagt lange Kopf DRÜCKEN)

Kleinkrieg im Keller der Universität

5. November 2013

Einen – relativ höflichen – Kleinkrieg im Keller der Universität entdeckte unser Einsender hier beim Durchforsten älterer Fotos. Was ein bißchen traurig macht: Egal, wer den ersten Zettel geklebt, egal, wer schlußendlich gewonnen hat, die Schränke sind mittlerweile längst weggeräumt, und eventuell sogar Frau M.

allesweg(Bitte stehen lassen!!! Der Schrank ist reserviert für Frau M. – Bitte alles wegräumen Danke)

[EDIT: Wie wir eben erfahren, steht der Schrank für Frau M. seit mittlerweile drei Jahren da…]