Die Tücken der Altpapierentsorgung

Diesen Zettel fand unsere Einsenderin, wie wohl alle Mieter des Mehrparteienmietshauses, in ihrem Briefkasten, nachdem die blaue Tonne zur Altpapierentsorgung einmal nach einem Umzug oder ähnlichem, bei dem sehr viel Verpackungsmüll anfiel,  überfüllt war und die Bewohner einen Extrakarton zur Altpapierentsorgung einrichten mussten.

An dieser klassischen Vermietermitteilung sind mehrere Dinge bemerkenswert: Einmal die an einigen Stellen fehlende Interpunktion und die Rechtschreibfehler, die gerade jemandem, der nur schriftlich mit seinen Mietern kommuniziert, peinlich sein sollten. Dann der halb aggressive, halb pädagogische Tonfall, in dem auf Selbstverständliches überdeutlich hingewiesen wird. Desweiteren fällt der schriftliche Ersatz für ein beherztes Brüllen auf, der sich hier in Großschreibung, Unterstreichungen und in einer Kombination aus beidem manifestiert. Und zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, daß sich der Vermieter zwar die Zeit genommen hat, offenbar an jedem Zettel einzeln mit Lineal und Filzstift besagte Unterstreichungen vorzunehmen, aber eine handschriftliche Unterschrift nicht für nötig hielt.

Unsere Einsenderin zeigte sich davon allerdings – angesichts all der anderen Zettel – nicht weiter beeindruckt und warf diesen nach dem Abfotografieren einfach weg.

(An alle Hausbewohner !! Wir bitten SIE dringend Ihre Kartons zu zerkleinern und in die vorhandenen blauen Tonnen zu entsorgen so das jeder sein Papier und Pappe dort auch los wird. DANKE Bitte keine Kartons und Pappen neben die Tonnen stellen wir sind keine ENTSORGER! Der Hauseigentümer : X…)

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3 Antworten to “Die Tücken der Altpapierentsorgung”

  1. regido Says:

    🙂 isser nich sues lol

  2. wandwurst Says:

    Ich hätte es viel logischer gefunden, wenn „sein“ unterstrichen wäre oder „los wird“ – aber Papier und Pappe. Wie schreit jemand laut Papier und Paaaaaappe – oder Paaaaaaapier und Papp!e?

  3. drschreck Says:

    Vielleicht „Papiiieeeer und PAPPPPPPPe“ (also mit richtig feucht-knallendem „PPPPP“). Ich stell mir da grad die schönsten Variationen vor, von schrill bis kehlig, von Kopf- bis Bauchstimme. Eine herrliche Kunst-CD mag das geben…

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